Persönlichkeitsanalysen und Persönlichkeitsdiagnostik

Persönlichkeitsbestimmung Visuell

Gleich welches Diagnostiktool Sie zur Persönlichkeitsbestimmung einsetzen – den subjektiven Charakter können Sie nie ausschließen. Gerade aus systemisch, konstruktivistischen Gesichtspunkten.

Da Hypothesenbildung aus der systemischen Betrachtung immer schon eine zielführende Intervention ist, gab es aus meiner Sicht bisher keinen Test, der meiner kritischen Haltung stand gehalten hat.

Nun gibt es einen Persönlichkeitstest einer neuen Generation, der sich den Erkenntnissen der Neurobiologischen Forschung bedient. Der Visual Questionnaire (ViQ) bestimmt die Persönlichkeit über eine neuartige visuelle Methode. Dabei überzeugt der ViQ durch hohe Treffsicherheit und geringen Zeitaufwand.

Welche Vorzüge hat der ViQ?

Klassische Testverfahren messen Persönlichkeit durch ein System von Fragen und Antworten, das rein auf Sprache aufbaut ist. Diese Tests erfassen deshalb lediglich das bewusste Selbstbild eines Menschen, die Spitze des Kompetenz»Eisbergs«. Der sehr wirkungsvolle Einflussbereich des Unbewussten bleibt nahezu unbetrachtet.
Meist ist das Selbstbild darüber hinaus auch noch durch eine übermäßig kritische Haltung gegenüber sich selbst oder durch Anpassung an soziale Normen beeinflusst.

Der ViQ überwindet diese beiden Schwächen herkömmlicher Testverfahren, weil seine weniger subjektivere visuelle Methode auch Bereiche der Persönlichkeit erfassen kann, die im bewussten Selbstbild nicht repräsentiert sind

Warum misst der ViQ visuell?

Erstens sind Wahrnehmung und Verhalten eng miteinander gekoppelt. Wie ein Mensch seine Umwelt wahrnimmt, beeinflusst seine Einstellung zu ihr und die Art, wie er mit ihr umgeht. Die aktuellen neurobiologischen Forschungsergebnisse bestätigen diese Sichtweise beeindruckend.

Gerne wird auch hier davon gesprochen, dass wir nicht die Landschaft wahrnehmen, sondern nur ein Bild, welches wir von »der« Landschaft haben. Das bedeutet, dass beispielsweise 10 Menschen »die« Landschaft auf 10 unterschiedliche Arten beschreiben. Wahrnehmung ist somit eine individuelle Konstruktionsleistung, die sehr viel über den Menschen aussagt, der wahrnimmt.

Zweitens sind etwa 50 Prozent der Zellen des menschlichen Gehirns an der visuellen Wahrnehmung beteiligt und diese hat Vorrang vor anderen Funktionen des Gehirns.

Genau aus diesen Gründen setzt der ViQ hier an und erfasst Persönlichkeit über die visuelle Wahrnehmung.

Wie ist der ViQ aufgebaut?

Der ViQ setzt sich aus einfachen visuellen Symbolen zusammen, die ganz unterschiedlich interpretiert werden können. Anhand der Unterschiede in den Interpretationen erkennt der ViQ Unterschiede in den grundlegenden Verhaltensmustern von Menschen und kann sie so bestimmten Persönlichkeitstypen zuordnen. Dafür bildet die Typenlehre des Schweizer Psychologen Carl Gustav Jung die theoretische Grundlage mit der Ergänzung des sogenannten Lebensstils eines Menschen. Dies nutzt unter anderem auch der bewährte MBTI Test.
Der ViQ macht jedoch nicht nur ein aktuelles Bild der Persönlichkeit, sondern misst auch »Veranlagungen« eines Menschen. Hierdurch wird eine hohe Zeitstabilität der Aussagen erreicht.

Der ViQ wurde in Zusammenarbeit mit mehreren Universitäten entwickelt und wird auch weiterhin stark beforscht.

Ich setzte den ViQ im Rahmen von Telefoncoaching oder bei speziellen Anliegen und Zielen im Rahmen von Einzelcoaching oder Supervisionen ein.